Evangelische Öffentliche Bücherei Hamm/Sieg Parkstr. 3 (Dietrich-Bonhoeffer-Haus),  57577 Hamm/Sieg Telefon: 02682-6536 eoeb.hamm.sieg@t-online.de   Unsere Öffnungszeiten: Dienstag 10.00 - 12.00 Uhr 15.00 - 18.00 Uhr Mittwoch 10.00 - 13.00 Uhr Donnerstag 15.00 - 19.00 Uhr Freitag 15.00 - 18.00 Uhr    Das nächste Treffen der Bücher-Wichte ist am Montag, 6. Mai 2019, 10.00 Uhr   Mit einem Klick auf den “Katalog” kommen Sie in unseren aktuellen Medienbestand! Nähere Informationen unter “Medienangebot”. Buchempfehlung: Tayari Jones: In guten wie in schlechten Tagen Die amerikanische Autorin Tayari Jones, 1970 in Atlanta geboren, veröffentlichte bisher vier Romane. Mit ihrem jüngsten Roman „In guten wie in schlechten Tagen“ feierte sie einen überraschend großen Erfolg und  wurde zu einer der bekanntesten zeitgenössischen amerikanischen Autorinnen. Es ist zugleich ihr erstes Buch in  deutscher Übersetzung. Jones erzählt darin die bewegende und zugleich spannende Liebesgeschichte eines außergewöhnlichen, schwarzen Paares vor dem Hintergrund aktueller amerikanischer Rassenpolitik. Die Willkür der Justiz und die damit  verbundenen schmerzlichen Konsequenzen berühren besonders aufgrund ihrer Glaubwürdigkeit. Celestial ist eine junge Künstlerin aus gutem, wohlsituiertem Hause, deren Karriere mit selbst kreierten und genähten Puppen vielversprechend ist. Roy hingegen stammt aus einfachen, aber liebevoll behüteten Verhältnissen. Er hat  studiert und ist auf dem Weg sich als erfolgreicher Handelsvertreter zu etablieren. Beide sind durch leidenschaftliche Liebe verbunden, heiraten und haben einen klaren Lebensplan. Während eines  Besuchs bei Roys Eltern übernachten sie in einem Hotel. Plötzlich werden die sie von der Polizei aus dem Schlaf  gerissen. Roy wird beschuldigt, eine weiße Frau vergewaltigt zu haben und zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Die  Zukunft des jungen, glücklichen Paares liegt mit einem Schlag in Scherben. Sie glauben ihre Liebe groß genug, diese schwierige Zeit unbeschadet zu überstehen. Aber die Wirklichkeit  konfrontiert sie mit großem Schmerz und nicht geahnten Schwierigkeiten. Haben die beiden eine Chance? Die Geschichte wird wechselweise aus der Sicht Roys, Celestials und Andres, eines engen gemeinsamen Freundes, geschildert. Der erfrischend leichte Schreibstil im besten Sinne, unbekümmert und zuweilen amüsant, steht im  Gegensatz zur Ernsthaftigkeit und Dramatik der Handlung. Die Charaktere sind authentisch und lebendig gezeichnet. Das Schmerzliche der Lektüre, die nachdenklich macht und nachhaltig in Erinnerung bleibt, ist sicherlich die  Befürchtung, dass es sich so oder ähnlich tatsächlich zutragen könnte. „Tayari Jones erzählt die traditionelle amerikanische Liebesgeschichte neu, erkundet über ihre Figuren das  Auseinanderbrechen einer Beziehung wie es überall auf der Welt geschehen könnte. Aber sie erzählt das im Kontext  sozialer Ungerechtigkeit und Rassismus, seinen Folgen für Familien, Beziehungen, auf ganz individuelle Leben, das  Leben schwarzer Amerikaner im 21. Jahrhundert.“, heißt es überaus zutreffend in einer Rezension. Ein famoses  Buch!