Evangelische Öffentliche Bücherei Hamm/Sieg Parkstr. 3 (Dietrich-Bonhoeffer-Haus),  57577 Hamm/Sieg Telefon: 02682-6536 eoeb.hamm.sieg@t-online.de   Unsere Öffnungszeiten: Dienstag 10.00 - 12.00 Uhr 15.00 - 18.00 Uhr Mittwoch 10.00 - 13.00 Uhr Donnerstag 15.00 - 19.00 Uhr Freitag 15.00 - 18.00 Uhr    Das nächste Treffen der Bücher-Wichte ist am Montag, 4. Februar 2019, 10.00 Uhr   Mit einem Klick auf den “Katalog” kommen Sie in unseren aktuellen Medienbestand! Nähere Informationen unter “Medienangebot”. Unser Vorleseclub ist wieder gestartet! Das nächste Treffen ist am  Mittwoch, 9. Januar 2019 15.30 – 17.00 Uhr in der Bücherei. Alle Kinder der 1. und 2. Klasse sind sehr herzlich eingeladen! Schau herein und mach mit! Es ist jederzeit möglich einzusteigen. Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Nach dem Abitur zog er nach Berlin und widmete sich dem  Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Wells ist der Cousin des Schriftstellers  Ferdinand von Schirach. Um die unrühmliche Rolle seines Großvaters Baldur von Schirach während des  Nationalsozialismus abzuschütteln und nur nach sich selbst beurteilt zu werden, ließ er seinen Namen  standesamtlich ändern. Sein vierter Roman „Vom Ende der Einsamkeit“ stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, wurde  bislang in 27 Sprachen übersetzt und mit literarischen Preisen ausgezeichnet. Wells lebt in Berlin und Bayern. In seinem jüngsten Buch „Die Wahrheit über das Lügen“ sind zehn sehr unterschiedliche bisher unveröffentlichte Geschichten versammelt, von denen die älteste vor zehn Jahren geschrieben wurde. Mal sind sie berührend  oder eindringlich, mal märchenhaft oder komisch, manchmal mysteriös. Immer geht es um Lügen, Wahrheit und die Welt der Träume. Das Buch sei eine "Picknickbox" oder ein "Mixtape" mit ganz unterschiedlichen Songs, schildert der Schriftsteller im Blog-Interview mit dem Diogenes-Verlag. In "Ping Pong" spielen zwei Männer monatelang Tischtennis - erst locker, dann verbissen, später im Wahn und  schließlich um ihr Leben. Eingesperrt in einem kahlen Raum, nur ein WC, die Platte, ein Ball. Die Geschichte  endet überraschend. In "Das Francise" wird der erfolglose Drehbuchschreiber Adrian in die Vergangenheit katapultiert und landet im  Jahr 1974. Nun hat er vier Jahre Zeit, dem Regisseur George Lucas die Idee zu "Star Wars" zu stibitzen. Das  gelingen bringt ihm Welterfolg und Reichtum. „Die Wanderung“ hat etwas Verstörendes. Der erfolgsverwöhnte Henry bricht nachmittags allein zum Wandern in den Bergen auf. Als er abends heimkommt, sind Jahre vergangen. Die Hand seiner jungen Frau ist plötzlich  faltig, die kleine Tochter Mia längst verheiratet und aus dem Haus, der kränkelnde Sohn David gestorben. Es geht um alles oder nichts in diesen Geschichten. Wells gelingt es auf wenigen Seiten, seine Leser zu fesseln und mitzureißen. Mühelos taucht man in die Handlung ein und wird gefangen. Nicht jede Erzählung ist tiefgründig oder literarische Feinkost, aber alle vermögen zu unterhalten und sind lesenswert.